Blitzlichtgewitter in Bayern

Die Rede ist nicht etwa von einem seltenen Naturspektakel. Auch nicht von einer Horde an Fotografen, die Jagd auf Hollywood-Stars machen, die in Bayern gastieren. Schuld an dem Spektakel ist viel mehr Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der im Rahmen…

Die Rede ist nicht etwa von einem seltenen Naturspektakel. Auch nicht von einer Horde an Fotografen, die Jagd auf Hollywood-Stars machen, die in Bayern gastieren. Schuld an dem Spektakel ist viel mehr Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der im Rahmen des neuen Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ vom 10. Oktober bis zum 17. Oktober einen Blitzermarathon ins Leben gerufen hat. Diese Woche im Zeichen der Geschwindigkeitskontrollen wird von der bayrischen Polizei realisiert. Die Aktion umfasst 1500 Radarfallen und wird von 2200 Polizisten an über 500 Standorten in Bayern durchgeführt.

Die Regierung betont, dass es sich hierbei nicht um Ausbeutung der Verkehrsteilnehmer handele, sondern die Sicherheit eben jener im Vordergrund stehe. Darüber hinaus wurde bereits Mittwoch letzter Woche eine Liste der Standorte der Radarfallen im Internet veröffentlicht. Dadurch steht es jedem frei, den Fuß vom Gas zu nehmen, oder nicht. Bundesweit lief die Maßnahme von Donnerstag bis Freitag letzter Woche.

Raserei gilt als häufigste Unfallursache

Die Straßenverkehrs- und Unfallstatistik 2012 der bayrischen Polizei legt offen, dass ein Drittel der Todesopfer im Straßenverkehr auf Raser zurückzuführen sind. Die Zahl aller Verkehrstoter belief sich im letzten Jahr auf 662 Personen und soll mit Hilfe von Aktionen wie „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ bis zum Jahr 2020 die 550 unterschreiten. Zu schnelles Fahren ist immer noch die häufigste Unfallursache. 2012 erlagen allein in Bayern 215 Menschen ihren Verletzungen durch Unfälle im Straßenverkehr.

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