Deutsch-Technik,   Technik-Deutsch

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NÜRNBERG – Am Mittwoch war es soweit. Im Feuerbachsaal der IHK Nürnberg wurden die ersten Absolventinnen und Absolventen des vor fünf Jahren gegründeten Studiengangs feierlich verabschiedet. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem OHM-Chor und den Worten von Professor Dr. Walter Müller,…

NÜRNBERG – Am Mittwoch war es soweit. Im Feuerbachsaal der IHK Nürnberg wurden die ersten Absolventinnen und Absolventen des vor fünf Jahren gegründeten Studiengangs feierlich verabschiedet. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem OHM-Chor und den Worten von Professor Dr. Walter Müller, der auf die anfänglichen Schwierigkeiten einging, die die Einführung eines neuen Studiengangs in der Regel mit sich bringt: „Es gab viel berechtigte, aber auch unberechtigte Kritik seitens der Studenten“. Welche sich wohl meistens gegen die Prüfungsrichtlinien richtete.

Was anfänglich als Wahlfach für Ingenieure gedacht war, um diesen das exakte journalistische Arbeiten näher zu bringen, hat sich an der Hochschule unter der Leitung von Professor Volker Banholzer zu einem eigenständigen Studiengang entwickelt. Die ersten 30 Studenten dieses Studienganges begannen das sieben Semester umfassende Studium im Wintersemester Mitte des Jahres 2009. Von den anfänglich 30 Studenten hat jetzt die Hälfte das Studium erfolgreich beendet. Sie tragen damit ab sofort den akademischen Titel: „Bachelor of Arts“.

„Aus dem Anfangs für die Studenten recht übersichtlichen Studiengang hat sich in den letzten vier Jahren ein anerkannter und angesehener Studiengang entwickelt“ so Banholzer. Derzeit sind an der Hochschule für den Studiengang mehr als 300 Studenten eingeschrieben. Im November wurde der Studiengang zusätzlich mit dem Qualitätssiegel des MedienCampus Bayern ausgezeichnet.

Trotz des ganzen Lobs gibt es auch Kritik. So erzählt uns einer der Absolventen, der anonym bleiben möchte, dass er sich für die Zukunft wünscht dass „noch mehr Brücken zwischen der Technik und dem journalistischen Arbeiten geschlagen werden“. Seiner Ansicht nach werde noch zu häufig „Technik und Schreiben separat behandelt“. Eine mögliche Verbesserung hierfür wäre eine gezieltere Einbindung der journalistischen Tätigkeiten in die naturwissenschaftlichen Fächer. Dies erfordere aber auch ein stärkeres Umdenken der Professoren. Dieser Punkt wird sicherlich in naher Zukunft auch behoben werden.

Auch die Redaktion möchte an dieser Stelle ihre Glückwünsche an alle Absolventen und Absolventinnen richten.

 

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