Die Kunst der Wahrnehmung

Sehen, Hören, Fühlen, Erfahren. Mit den Sinnen nehmen wir unsere Umgebung wahr und können auf dieser Ebene Reize aus der Umwelt aufnehmen und verarbeiten.

Auf der Langen Nacht der Wissenschaften stellt Christian Oberlander die sogenannte Kunst der Wahrnehmung vor und vertritt damit den sozialwissenschaftlichen Bereich der TH-Nürnberg. Ab 18:00 Uhr wurde der sonst so kahle Vorlesungsraum KA 604 mit Hilfe von vier Beamern mit Bildern und Videoclips ausgeleuchtet, die in wiederkehrender Reihenfolge gezeigt werden. Gemäß der Progammbeschreibung „braucht es dazu auch keinen Vortrag“, denn wie will man die Kunst Wahrnehmung besser vorstellen, als sie ganz einfach zu erleben?

„Wahrnehmen, nicht konzentrieren“

Optische Illusion Foto: pixabay           

So lautet das Motto an diesem Abend und darin besteht auch die Kunst. Egal, ob in der Natur, visuellen Welten, Beziehungen, Konflikten, unsere Wahrnehmung ist allgegenwärtig und steht laut Oberlander „noch vor allen Theorien und Gedanken“.

An der ersten Station finden Besucher ein Phänomen der optischen Täuschung. Zwei Bilder verschmelzen zu einem. Hierbei handelt es sich um eine Sinnestäuschung, denn das Auge gibt die gesehenen Informationen zwar korrekt an das Gehirn weiter, dieses greift aber bei der Informationsbearbeitung des Wahrgenommenen auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zurück und interpretiert die Sinneseindrücke falsch.

Trugbild Foto: pixabay

Auch durch eigene Erwartungen und Ansprüche sowie äußere Faktoren kann es zu Irrtümern und Missverständnissen kommen. Gegen Ende zeigt Oberlander ein Video über die Kampfsportart Aikido, wobei sich vielen Besuchern schnell eine Frage aufdrängt:

 

 

 

Was hat Aikido mit Wahrnehmung zu tun?

Aikido ist eine moderne japanische Kampfkunst, deren Ziel es ist, mit gezielten Handgriffen den Gegner ohne Verletzungen zu bezwingen. „In der Ruhe liegt die Kraft“, beschreibt es Christian Oberlander. Er ist selbst seit Jahren als Aikido-Lehrer tätig. Eine genaue Beobachtung der Umgebung und des Angreifers sind notwendig, um in dieser Sportart erfolgreich zu sein. In dem Zuge führt er auch gleich eine Übung durch, die zeigt, dass mit Konzentration und Beobachtung oftmals mehr zu erreichen ist als mit purer Körperkraft.

Aikido-Übung Foto: pixabay

Die Zielsetzung der etwas unkonventionellen Ausstellung ist ähnlich lebensah. Gerade jetzt, im digitalen Zeitalter mit all seinen technischen Begleitern wie Computern und Smartphones, soll „Konsum als Übung zum Wahrnehmen und Gestalten realer und virtueller Welten“ betrachtet werden. Ob und wie diese Botschaft angekommen ist, blieb passend zur Ausstellung höchst subjektiv.

 

Die Präsentation zur Ausstellung ist unter folgendem Link abrufbar:

http://galerie-co.de/wahrnehmung/wahrnehmung.pdf

2 Comments

  1. Christian Oberlander

    Hallo FrauFettweis,

    Ich freue mich ja, dass sie über die Lange Nacht der Wissenschaften und meine Ausstellung zum Thema “Die Kunst der Wahrnehmung” einen Artikel verfasst haben”. Allerdings stört es mich doch, wenn sie in meinem Namen Inhalte darstellen die nicht von mir stammen. Ich möchte Sie bitten mich deshalb mich zu kontaktieren und, oder die Inhalte zu berichtigen. Vielen Dank und einen schönen Tag.

    Grüße Christian Oberlander

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