Freiheit der Kulturnacht

Unter dem Motto „Freiheit“ haben sich Kultur- und Kunstliebhaber von überall her getroffen, um durch die blau geschmückte Stadt Nürnberg zu spazieren. Sämtliche normalerweise gelb strahlende Beleuchtung hat die Stadt durch blaue Birnen ersetzt. Den Hauptmarkt dekoriert eine zirka fünf…

Unter dem Motto „Freiheit“ haben sich Kultur- und Kunstliebhaber von überall her getroffen, um durch die blau geschmückte Stadt Nürnberg zu spazieren. Sämtliche normalerweise gelb strahlende Beleuchtung hat die Stadt durch blaue Birnen ersetzt. Den Hauptmarkt dekoriert eine zirka fünf Meter hohe Fackel der Lady Liberty, deren Schaft mit blauen LED-Leuchtringen verziert ist – ganz Symbol der Freiheit.

Das Angebot an kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie Oldtimern, unterschiedlichen Ausstellungen in Museen oder einzelnen Kunstwerken in Parkdecks war groß. Für das leibliche Wohl sorgten genügend Essens- und Getränkestände.

Internationales Jahr des Lichts

Im Innenhof des Bildungscampus hat das Max-Planck Institut ein Laserexperiment aufgebaut, in dem Veränderungen des Laserstrahls zu hören waren. Dazu konnte sich eine Versuchsperson Kopfhörer aufsetzen und die Störungen des Strahls wahrnehmen.

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Kinder gefielen die physikalischen Experimente; Foto: Khang Hoang

Ein paar Meter weiter standen eine Leinwand und ein Videoprojektor. Die Besucher bekamen einen Laserpointer in die Hand gedrückt und konnten damit Bilder auf die Leinwand malen.

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Freiheit für die Nachwuchskunst

Die Kneipe und Galerie Artefakt veranstaltete ein Live Painting mit zwei Design-Studenten der Georg Simon Ohm Hochschule. Zudem hatte jeder die Möglichkeit, sich für 14 Euro ein T-Shirt mit einem Motiv seiner Wahl siebdrucken zu lassen. In gemütlicher Atmosphäre konnte jeder Gast an seinem Bierchen nippen und entweder dem einen oder dem anderen Künstler seine Aufmerksamkeit schenken. Zusätzlich gab es noch weitere Kunstwerke in allen Größen von diversen Zeichnern zu bestaunen, die überall an Wänden verteilt in der Gaststätte hingen.

„Die Freiheit ist um die Ecke“

So lautet der Name des Kunstwerks von Henning Christiansen, das er im Neuen Museum ausstellte. Es war das einzige neue Ausstellungsstück, das das Museum zu bieten hatte. Ansonsten mussten sich die Besucher mit den regulären Gemälden und Skulpturen der neuen Kunst zufrieden geben.

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Ein reguläres Ausstellungsstück des neuen Museums; Foto: Khang Hoang

Der Blaue Nacht-Kunstwettbewerb

Auch die Location Parkhaus Sterntor in der Altstadt Süd bot viel Spielraum für künstlerische Freiheit. Gesprengte Ketten und Light Cube – Titel, unter denen sich Kunstliebhaber viel vorstellen können. Doch der Light Cube entpuppte sich als zwei Laserwände, die im Abstand von ungefähr sieben Metern aufgestellt waren. Mit Hilfe einer Nebelmaschine machten die Künstler die Laserwände für die Besucher sichtbar.

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Laserspielereien im Parkhaus; Foto: Khang Hoang

Auf dem Weg ins nächste Stockwerk kamen schon Leute mit blauen Hula Hoops die Treppen herunter. Zu sehen sein sollte ein Labyrinth oder Käfig aus Reifen, repräsentativ für ein Gefängnis oder für Zäune. Eine Menge an Besuchern stand an, um einmal durch das Kunstobjekt zu laufen. Möglicherweise lässt sich dadurch die Intention des Künstlers an der eigenen Haut spüren. Eng und langsam ging der Weg im Reifenkonstrukt voran. Am Ende bekam jeder einen Teil der Installation als Erinnerung geschenkt.

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Symbol für Gefängniszelle; Foto Khang Hoang

Mehr als versprochen

Andreas Radlmaier, Leiter des Projektbüros, zählte 9800 vorverkaufte Tickets und schätzte das Verhältnis zwischen Vorverkauf und Abendkasse auf zirka 50 zu 50. Insgesamt 135000 Besucher sind in der Blauen Nacht 2015 durch das Stadtgebiet Nürnberg gelaufen und einzelne Anlaufstellen, wie das Albrecht-Dürer Haus, registrierte zirka 2000 Besucher.

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