Historisches modern verpackt

Der Kunsthistoriker Andreas Puchta kommt entspannt zu den wartenden Besuchern des Fembohauses. Das Stadtbild Nürnbergs im 18. Jahrhundert und die Werke des Künstlers Van Bemmel sollen bei den letzten Tagesbesuchern einen detailreichen Eindruck der Geschichte hinterlassen.

Es ist eine von zahlreichen Veranstaltungen, die in diesem stadthistorischen Museum stattfinden. Das Stadtmuseum Fembohaus stellt die 950-jährige Geschichte Nürnbergs anschaulich dar. Es präsentiert in moderner Atmosphäre in verschiedenen Ausstellungen und Führungen  unterschiedliche Themen rund um Nürnberg.

Kunsthistoriker Andreas Puchta während der Führung über die Veduta von Van Bemmel. Foto: Philip Tram

Die ausgestellte Bilderreihe vom niederländischen Künstler Peter van Bemmel präsentiert den wissbegierigen Besuchern Werke, die die Stadt Nürnberg aus verschiendenen Perspektiven darstellen. So lässt sich die Barockzeit in den Bildern wiedererkennen. Sie sind impressionistisch-skizzenhaft dargestellt. Die sogenannten Veduta, eine wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder eines Stadtbildes waren in der damaligen Zeit extrem gefragt“, sagt Puchta. Durch die Bilder kann jeder Besucher einen Einblick in den damaligen Zustand der Stadt werfen und bekommt damit einen detaillierten Eindruck der 950-jährigen Geschichte.

Von einem Kaufmannshaus zu einem Museum

Ein Museum wie das Fembohaus vermittelt das Wissen über die Kultur, die Kunst und die Geschichte der Stadt Nürnberg über Bilder, die in verschiedenen Epochen entstanden sind. Ferner sind Stadtminiaturen und Portraits von wichtigen heimischen Persönlichkeiten zu sehen. Zusätzlich dazu haben Gäste die Möglichkeit Bücher zu erwerben, um Informationen außerhalb des Museums zu erhalten.

Veduta der Stadt Nürnberg von Peter van Bemmel. Foto: Philip Tram

Das Gebäude an sich ist das einzige erhaltene Kaufmannhaus aus der Spätrenaissance. Es entstand in den Jahren 1591-1596 und fungierte als Familienstammsitz und Sitz der von Philipp van Oryl gegründeten Handelsfirma. Aus dem Fembohaus entstand später ein Sitz für eine Landkartendruckerei. Später erwarb Georg Christoph Franz Fembo zwischen 1804 und 1813 das Gebäude und gab ihm seinen Namen. Das stadthistorische Museum ist seit 1928 im Besitz der Stadt Nürnberg und seit 1953 der Ort für Ausstellungen und Führungen. Dementsprechend ist es also ein idealer Ort, um geschichtsträchtige Artefakte der Stadt Nürnberg aufzubewahren und zur Schau zu stellen. Das Gebäude an sich ist ein historisches Stück Geschichte und Besucher haben das Gefühl, eine Zeitreise zu machen.

Nach der Führung geleitet Andreas Puchta die Besucher wieder zur Eingangshalle und jedem Besucher ist bewusst, dass das Fembohaus einen historisch hohen Wert besitzt. Trotz Restauration und Wiederaufbau hat das Gebäude eine Atmosphäre, die dem Besucher deutlich macht, wie passend es als Wissensort der Geschichte der Stadt dient.

 

Website des Stadtmuseums im Fembo-Haus.

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