Interkulturelle Kommunikation

„Du isst Döner, ich esse Spaghetti – Das wäre zu einfach“ Der als interkulturelle Trainer und Berater tätige Wolfgang Jokusch hielt am ersten April diesen Jahres an der technischen Hochschule eine Vorlesung mit der Thematik „Kultur und Technik“. Der Fokus…

„Du isst Döner, ich esse Spaghetti – Das wäre zu einfach“

Der als interkulturelle Trainer und Berater tätige Wolfgang Jokusch hielt am ersten April diesen Jahres an der technischen Hochschule eine Vorlesung mit der Thematik „Kultur und Technik“. Der Fokus lag klar auf den interkulturellen Herausforderungen in der Unternehmenskommunikation.

Die Verwandtschaft zwischen Kultur und Technik ist nicht sofort zu erkennen, doch bereits in seiner Etymologie ist der Kulturbegriff von der Technik geprägt. So bedeutet „cultura“ aus dem Lateinischen „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“. Technik ist hingegen auch von der Kultur abhängig. Diese beiden sind also „nicht nur Cousinen sondern vielleicht auch Schwestern“, erklärt Jockusch,der auch Geschäftsführer der BAMIK GmbH ist. „allein ob jemand kultiviert ist oder nicht, entscheiden wir heutzutage unter anderem anhand dessen technischen Ausstattung“ so Jokusch.

Im Zuge der Globalisierung wird interkulturelle Kommunikation immer wichtiger. Da entstehen naturgemäß auch kulturelle Problematiken, die nach einer Lösung verlangen.. In der Unternehmenskommunikation spricht man von interkulturellem Management oder auch Diversity Management. Interkulturelle Kompetenz ist also ein wichtiger Softskill. „Du isst Döner, ich esse Spaghetti – Das wäre zu einfach“, sagt Jockusch. Hinter dem Begriff steckt viel mehr. Dies kann nicht innerhalb einer bestimmten Zeit angelernt werden, Interkulturelles Lernen ist eher ein lebenslanger Lernprozess und sollte im besten Fall bereits im Kindesalter beginnen. Offenheit, Empathie und Transparenz sind zwar Lösungsansätze doch reicht es nicht, wenn nur einer der Kommunikationspartner diese beherrscht.

Am Ende der Veranstaltung bleibt noch Zeit für den Gedankenaustausch. Der Aussage eines Studenten, dass der Mensch an seiner Arroganz arbeiten müsse, um interkulturell kompetenter zu werden, stimmte der Berater zu. In der Praxis sei das aber schwieriger umzusetzen. Die Bereitschaft sich zu ändern, sei meist gering. Vielmehr erwarten die Menschen vom Gegenüber den ersten Schritt. Doch Jockusch sieht die Verantwortung in allen Beteiligten, denn „um eine Willkommenskultur zu schaffen, muss jeder mitspielen“.

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