Medienminister der Gegenwart bei Journalisten der Zukunft

Nürnberg – „Zeitungen werden niemals aussterben, solange man mit einem Laptop keine Fliege erschlagen kann“, so Franz Josef Pschierer, Staatssekretär (CSU) in Bayern. Der Vorsitzende des Mediencampus Bayern besuchte am 29. September im Zuge der Franken-Medien Tour die Technische Hochschule Georg…

Nürnberg – „Zeitungen werden niemals aussterben, solange man mit einem Laptop keine Fliege erschlagen kann“, so Franz Josef Pschierer, Staatssekretär (CSU) in Bayern.

Der Vorsitzende des Mediencampus Bayern besuchte am 29. September im Zuge der Franken-Medien Tour die Technische Hochschule Georg Simon Ohm Nürnberg. Beim vorangehenden Interview „Fünf Fragen an“ wandten sich Jungredakteure an Pschierer. Im Fokus: die Medienlandschaft in Bayern.

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Mit viel Engagement beantwortete Franz Josef Pschierer die Fragen der Studierenden.

Anschließend war in der offenen Diskussionsrunde Raum für weitere Fragen. Der Staatssekretär berichtete den Studenten über die Probleme, die der politische Alltag mit sich bringt.

Pschierer bedauerte dabei im Gespräch die mangelnde Technikakzeptanz in Deutschland. Durch diese Einstellung sei der momentane Wohlstand für ihn nicht haltbar. Als Beispiel nannte er unter anderem die Atomenergie, welche nach Fukushima in Deutschland eine politische wie gesellschaftliche Wende erfahren habe. Die Reaktion darauf ist aus der Bevölkerung heraus überwiegend positiv. „Eine Stromtrasse oder Windkraftwerke durch seine Region wolle dann aber doch wieder keiner“, so Pschierer. Hier sieht er die Aufgabe und das Potential eines Technikjournalisten. Ihm geht es darum, dass Technik aus vielen Perspektiven betrachtet und vermittelt wird. Auch die Folgen von Technik müssen richtig und umfassend ermittelt werden.

Im Rahmen der Franken-Medien Tour diskutierten die Technikjournalismusstudenten fleißig mit.

„Ich appelliere auch immer wieder an die Verlage, das redaktionelle Personal nicht weiter auszudünnen“, erklärte Pschierer. Der Journalismus kannibalisiere sich selbst. Wenn jeder nur noch vom anderen abschreibt, ist das kein Qualitätsjournalismus. Journalisten müssen sich in Zukunft auf breiter Fläche aufstellen und dürfen „nicht nur auf einen Sektor starren“.

Wenn die  angehenden Journalisten diese Schlüsselqualifikationen mitbringen, sieht Pschierer ein großes Potenzial im ganzen Berufsfeld  des Journalismus.

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