Nick Maley – Der Star hinter der Kulisse

„Epidsode eins, zwei und drei waren nicht meine Lieblings Star Wars Filme“, gibt Nick Maley, Mitgestalter der Kunstfigur Yoda, schmunzelnd zu. Der gebürtige Brite lebt mittlerweile in der Karibik und hat bis in die späten Achtziger Charaktere und Effekte für Hollywoodfilme produziert.

An 54 Filmen hat der britische Maskenbildner Nick Maley bereits mitgearbeitet. Darunter sind Titel wie: Tobe Hoopers Lifeforce, Richard Donners Superman und Guy Hamiltons James Bond – Der Mann mit dem goldenen Colt. Doch am bekanntesten ist er für seine Arbeit an Yoda. Denn schon bei Krieg der Sterne war Maley für die Spezialeffekte zuständig. Aber erst Stuart Freeborn, der damalige Leiter des Make-Up, brachte Maley als Make-Up Designer an das Set von Das Imperium schlägt zurück. Während Maley den Querschrift-Redakteuren von der Entstehung Yodas erzählt (Interview Teil 1), wandern seine Blicke hin und her.

Für Die dunkle Bedrohung und Der Angriff der Klonkrieger hat ein neues Team am Kreaturendesign gearbeitet. Mit über den Beinen gefalteten Händen erklärt Nick Maley, wie sein Team damals Yoda gebaut und wie die neue Trilogie die Kreatur 2002 verändert hat. Denn für Maley ist Yoda immer noch eine Schöpfung, die er als sein Kind beschreibt. Die Art und Weise wie er die klassische Bauart mit der neuen vergleicht, lässt eine subtile Enttäuschung mitschwingen. Was Maley noch über die Veränderung von Yoda denkt, zeigt das folgende Video:

George Lucas hat Yoda für die neue Trilogie ordentlich aufpoliert. In der alten Trilogie ist Yoda noch der weise Jedi-Meister, der sich von Luke durch den Sumpf tragen lässt. Dabei lehrt er zwar den jungen Skywalker unter anderem Luftakrobatiken, führt selbst jedoch nie welche aus. Zwanzig Jahre später ist er aus seinem Winterschlaf erwacht und bekämpft Klonkrieger mit Salti und Lichtschwert. Obwohl Der Angriff der Klonkrieger ein Prequel ist und Yoda dadurch jünger und sprunghafter sein müsste, erklärt das immer noch nicht die drastische Charakterwandlung des Bewohners von Dagobah. Deshalb war Maley überrascht, als er 2002 Yoda über die Kinoleinwand springen sah. Wie Maley die Arbeit am Set mit George Lucas empfunden hat, verrät der kommende Clip:

Mit der neuen Trilogie hat auch das Zeitalter des Computer generated Imagery begonnen. Filmproduzenten haben aufgehört, sich mit Animatronik und Pyrotechnik zu beschäftigen. Die Computergrafiker und Animationsdesigner haben die Stellen der visuellen Effekte besetzt. Ob das die filmisch bessere Umsetzung ist, erläutert Maley im Beitrag:

Kamera: Laura Mader und Jakob Wagenbrenner

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