Mobiles Akkuladegerät für das Smartphone

Powerbanks, Speaker, 360 Grad Kamera – Reisegadgets liegen im Trend

Meeresrauschen, weißer Sandstrand und die letzten Sonnenstrahlen liegen warm auf der Haut. Die Traumkulisse für Urlaubsbilder. Doch genau dann, wenn er gebraucht wird, versagt der Smartphoneakku.

Obwohl viele im Urlaub dem Alltag entfliehen wollen, können sie auf ihr Smartphone nicht verzichten. Auf Facebook, Twitter oder eigenen Blogs teilen Reisende ihre Erfahrungen und Bilder mit der Welt. Auf der Suche nach Reiseblogs zeigt Google bis zu 215.000 Ergebnisse an. Das erkannten auch Unternehmen, die

Johanna Kroll unterwegs mit ihrem Reiseakku, Foto: Jessica Lederer

Johanna Kroll unterwegs mit ihrem Reiseakku, Foto: Jessica Lederer

versuchen, das Reisen mit Technik so komfortabel wie möglich zu machen. Beliebt sind mobile Ladestationen, sogenannte Powerbanks. Über eine USB-Schnittstelle laden sie bis zu vier Geräte, bei voller Ladeleistung. „Mobile Ladestationen sind perfekt für lange Reisen. Sie sind leicht und kompakt.“, so Johanna Kroll. Die 21 jährige Technikjournalistin hat schon viele Länder bereist und auf ihrem Blog Travelsportrepeat darüber berichtet.
Powerbanks gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Neben hoher Ladekapazitäten versprechen Hersteller, wie Anker, mit ihrem Produkt Powercore einen der leichtesten und kleinsten Akkus auf dem Markt. Kroll selbst benutzt eine Powerbank von MTEC, welche zusätzlich eine Taschenlampenfunktion hat. „Wenn der Akkupack vollständig geladen ist, lässt sich mein Iphone zweimal damit aufladen.“

Bluetooth Lautsprecher machen mobil

Aber nicht nur Powerbanks erobern den Markt der Globetrotter. Auch Bluetooth Lautsprecher gehören bei Vielen in das Gepäck. „Ich habe immer meine Bluetoothbox dabei. Egal ob beim Sport oder mit Freunden zusammen im Park.“, sagt Kroll.  Die portablen Speaker gehören zum guten Ton, wenn es um die Wahl externer Boxen geht und sind dabei nicht nur handlich, sondern auch einfach zu bedienen.

Einfach zu bedienen: Bluetoothboxen, Foto: Jessica Lederer

Einfach zu bedienen: Bluetoothboxen, Foto: Jessica Lederer

„Für die Benutzung wird kein Grundwissen vorausgesetzt. Was der Kunde aber beachten sollte ist, dass in manchen Ländern spezifische Adapter zum Aufladen über die Steckdose benötigt werden.“ erklärt Christoph Scholl, Mitarbeiter bei AnkerDirect. Die Hersteller versprechen eine Akkulaufzeit von 10 bis 20 Stunden, bei vielen Geräten ist aber je nach Gebrauch nach zwei bis drei Stunden die Luft raus. Oft sparen die Unternehmen am Gewicht, worunter zwar die Klangqualität leidet, das Transportieren der Box aber vereinfacht. Seit zwei Jahren bietet Anker Bluetooth Lautsprecher an. „Die Produkte sind sehr gut für Reisen geeignet. Der SoundCore wurde sogar extra für den Outdoor-Bereich entwickelt.“, so Scholl.

 

360 Grad Rundumblick

Eine aktuelle Erfindung ist die Omnidirektionale Kamera, bekannt als 360 Grad Kamera. Unterschieden wird zwischen vollsphärischen Bildern und 360 Grad Panoramas. Der Betrachter bekommt durch die vertikale und horizontale Bildrichtung den Eindruck, selbst vor Ort zu sein. Durch zwei verschiedene Vorgehensweisen kann dieser Effekt hervorgerufen werden. Entweder fotografieren mehrere Kameras gleichzeitig, um die Bilder im Nachhinein in einer App zusammenzufügen, oder es entsteht ein Bild mit einer sehr extremen Linse. Die bisher populärste Kamera, die nach dem zweiten Prinzip arbeitet, ist die PixPro SP360 von Kodak. Wie bei allen sphärischen Kameras, nimmt aber auch bei dieser die Unschärfe zum Bildrand durch die Fischaugenoptik zu. Wichtige Objekte sollten somit nicht am Rand positioniert werden. Dominik Heck, Immobilienmakler bei PlanetHome, nutzt seit zwei Jahren die Kamera Ricoh Theta S, um Kunden virtuell durch Gebäude zu führen. Die Kamera produziert mit zwei Objektiven zwei 180 Grad Bilder. Eine App fügt anschließend die Bilder zu einem 360 Grad Panorama zusammen. „Durch die Kamera sparen wir viel Zeit. Wir müssen nicht mehr mit allen Kunden ein Objekt besichtigen, da sich der Kunde online umsehen kann.“, so Heck.
Was vorher die GoPro für Urlauber war, könnte nun von Omnidirektionalen Kameras abgelöst werden. Und vielleicht ist das in Zukunft das neue Reisen. Menschen, die keine Zeit oder Geld für Urlaube haben, erkunden trotzdem die Welt, nur eben virtuell von Zuhause aus.

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