Sechs Sekunden

Im Juni des Jahres 2012 wurde von Dom Hofman und Rus Yusupov das Konzept eines neuen Videoformats entworfen, das bald darauf das Internet erobern sollte. Die Rede ist von sogenannten „Vines“, hierbei handelt es sich um sechs Sekunden lange Videoclips,…

Im Juni des Jahres 2012 wurde von Dom Hofman und Rus Yusupov das Konzept eines neuen Videoformats entworfen, das bald darauf das Internet erobern sollte.
Die Rede ist von sogenannten „Vines“, hierbei handelt es sich um sechs Sekunden lange Videoclips, die es jedermann dank einer speziellen Schnittsoftware erlauben, kurze Filme direkt auf dem eigenen Smartphone zu bearbeiten.
Noch im Oktober desselben Jahres wurde eben diese Software von Twitter übernommen, neben Youtube auch die einzige Plattform, auf welcher die Vines online abrufbar sind.
Schnell schlugen die Nutzer eine gedankliche Brücke zwischen dem neuen Format und dem bereits bestehenden Foto Sharing Dienst auf Instagramm, bekanntermaßen mit Facebook inc. verbunden.
Da die beiden Konkurrenzunternehmen Twitter und Facebook nun einen Streitpunkt mehr hatten, begannen die Onlineplattformgiganten damit klar und deutlich ihr Revier abzustecken.
So entschied sich Facebook bereits wenige Stunden nach dem Erscheinen der Vines auf dem Markt,
den Benutzern dieser neuen Video Sharing App zu verbieten gezielt nach Facebook-Freunden zu suchen. Twitter erwiderte dies im Juli 2012, als die Instagrammnutzer nun nicht mehr nach ihren Twitterkontakten suchen durften.
Die Vines gewannen in der ersten Hälfte des Jahres 2013 rasch an Popularität.
So wurden Anfang Juni mehr Vine-Videos als Instagram-Fotos auf Twitter gepostet und die Benutzerzahlen von Vine stiegen schneller als die von Instagram in den Monaten nach dessen Veröffentlichung.
Ende Juni 2013 führte Facebook dann Videos auf Instagram ein, die Ähnlichkeiten mit den Vine-Filmchen haben und in den Medien als Antwort Facebooks auf Vine aufgenommen wurden ein. Es kam für Vine nicht nur zu Schwierigkeiten mit der Konkurrenz, kaum war die Software zu erhalten, wurden auch schon die ersten pornographischen Videos auf die Plattform gestellt. Vine änderte daraufhin das vorgesehene Mindestalter von zwölf auf 17 Jahre.

In einem Interview stand uns Franz Josef Baldus Rede und Antwort. Neben der Verwendung als journalistisches Produkt spricht er über die Entwicklungen des Bewegtbildes das einhergeht mit dem vorstoßen der Vines.

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