Vom Lesen-Lernen bis zum Lieben-Lernen – Die Innenstadtbibliothek Fürth

Es ist ein besonderer Tag für die vierjährige Emma. Sie besucht zusammen mit ihrer Mutter Anna (33), die Bücherei in Fürth und hört dort eine Geschichte über den kleinen Eisbären Lars.

Beim Bilderbuchkino taucht Emma in eine wundersame Welt des flauschigen Protagonisten ein. Das Publikum versammelt sich in dem gemütlichen türkis-grauen Sitzbereich und hört aufmerksam der Erzählung zu. Auf einer Leinwand sind Lars und seine Freunde zu sehen. Die Vorleserin erzählt dazu: „Er liebte es, im Schnee herumzutrollen, auf Eisberge zu klettern und wieder herunterzurutschen.“ Die Kinder sehen den kleinen, weißen Polarkreis-Bewohner, der auf einem Schiff gefangen ist. Sie lernen die Schiffskatze Nemo kennen: „Ohweh, wird sich der kleine Lars befreien können?“. Mutter Anna kann währenddessen entspannt auf einem der Touchscreen-Monitore in der Bibliothek die neuesten Empfehlungen aus der Belletristik probelesen.

Die Besucherinnen der Lese-Hochburg. Foto: Elen Brauer-Martynov

Etwas Recherche vor der Vorlesestunde. Foto: Elen Brauer-Martynov

Annas Tochter hat heute in Gesellschaft anderer Vorschüler gelernt: wie wahre Freundschaften entstehen, wie die Lebenswelt am Nordpol ausschaut und welchen Einfluss der Mensch darauf ausübt. Anschließend, erschöpft vom kollektiven Forschen in einigen von 17000 vorhandenen Medien, genießt Emma, mit ihrer Mutter einen Karottenkuchen in dem rundum verglasten Bibliothekscafé.

Wissensvermittlung mit Flair…

Die Innenstadtbibliothek ist die neueste der fünf Zweigstellen der Fürther Volksbücherei, in der sich das Team um Elisabet Zeidler um allerlei Informationsträger kümmert. Nebenbei organisieren sie Vorleserunden und Veranstaltungen für Groß und Klein. Die Einrichtung hat sich innerhalb von zwei Jahren, seit der Eröffnung in April 2016, zu einem absoluten Hotspot der Stadt entfaltet. Ein Wissensort mit einzigartigem Flair, einer Symbiose aus gefüllten Bücherregalen und bequemen Sessellandschaften, die einen besondere Aussicht über die anthrazit-  und rotfarbigen Dächer der Stadt bieten.

Situiert in den Räumen des dritten- und des vierten Obergeschosses des Hauses in der Neuen Mitte, ist die Lese-Hochburg somit nicht nur ein hervorragender Rückzugsort für Wissensdurstige, die nach neuen Eindrücken aus fesselnden Krimigeschichten, fantasievollen Liebesromanen und qualitativer Fachliteratur, gieren. Im integrierten Terrassencafé auf dem Dach des Gebäudes sind ebenso die Bedürfnisse der plauderlustigen Damenrunden und chaotischer Familienausflüge, sowie deren gesättigt, die sich nach einer schönen Aussicht sehnen oder entspannt, nach den anstrengenden Shoppingrunden und Terminen in der Innenstadt, ein Printmedium durchstöbern möchten.

Nicht nur fürs Köpfchen sondern auch für die Bäuche…

Für das leibliche Wohl ist dabei auch gesorgt, denn das Cafe von Franco und Christiano bietet mediterrane Antipasti und  Kuchen, sowie Wein und Eis. Die kleine Emma schätzt die Bücherzugänglichkeit vom Café aus, trotz den Bibliotheksschließzeiten. So ist gerade den Familien aus der Metropolregion vom Dienstag bis Sonntag ein kinderfreundliches Erlebnis geboten, bei dem die Kinder altersgerechte Literatur kennenlernen können.

Franco und Christiano sorgen für das leibliche Wohl der Kundschaft. Foto: Elen Brauer-Martynov

Durchschnittlich war jeder Fürther schon mindestens zwei Mal in der geräumigen, bunten Bücherwelt – sei es denn zur Ausleihe, zum Gruppenlernen und beruflichen Meetings, zum Horizonterweitern bei den unzähligen interessens- und altersklassendeckenden Veranstaltungen, oder um eben auf der Dachterrasse bei einem Date eine romantische Unterhaltung, einen spritzigen Aperol, oder wachmachenden Kaffee zu genießen.

Ein besonderer Tag für die 33-jährige Anna…

Am Tag darauf steht für die 33-jährige Anna ein besonderer Termin an, sie besucht die Innenstadtbibliothek und nimmt dort an einer Diskussionsrunde im Rahmen des „philosophischen Nachtcafés“ zum Thema „Gelassenheit“ teil. Philosophielehrer, Universitätsdozent und Sachbuchautor Jens Wimmers inspiriert das diskussionslustige, intellektuelle Publikum zum Philosophieren, und Überschreiten der Grenzen des Alltagsverstandes. Währenddessen kann Annas Tochter Emma aus 8000 Kindermedien ihr Wissen mit Geschichten über Dinosaurier, die Erde, unterschiedliche Berufe und Lebenswelten, Stadt Fürth und um viele weiteren interessanten Tatsachen und Fiktionen bereichern.

 

Website der Innenstadtbibliothek Fürth.

„Denken Sie an den Moment in ihrem Leben als Sie nicht gelassen reagiert haben.“ Foto: Elen Brauer-Martynov

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